Boden verbessern: Helfen effektive Mikroorganismen? | Unser Land | BR Fernsehen

Boden verbessern: Helfen effektive Mikroorganismen? | Unser Land | BR Fernsehen


Ein Gemüsebeet soll das hier werden. Jürgen Amthor will auf seinem neuen
Grundstück einen Garten anlegen. Doch der Boden
bringt ihn an seine Grenzen: Steinhart,
da streikt sogar das Werkzeug. Da verliert man die Lust. Der Boden ist ja ganz wichtig
für die Pflanzen. Wenn der Boden nicht passt,
dann macht’s keinen Spaß. Dann hat man auch
kein gesundes Pflanzenwachstum. Amthor ist enttäuscht. Trotz Hacken und Düngen
wird sein Gartenboden immer härter und die Erträge immer schlechter. Es fehlt fruchtbarer Humus. Wir haben weltweit zu wenig Humus. Dieses Problem das muss man
in Zukunft angehen. Und da spielen viele Faktoren
eine Rolle, um Humus aufzubauen. Hilft dieses Buch eines japanischen
Agrarwissenschaftlers weiter? Teruo Higa schwört auf einen Mix
aus Bakterien, Hefen und Pilzen, um Humus zu erzeugen. Kunstdünger und Chemie
will ich nicht einsetzen. Entweder ich hör auf mit Gärtnern
und kauf mein Zeug, oder ich guck nach Alternativen. In den Bakterien vom Higa
seh ich die große Alternative, nicht nur für mich,
sondern auch für andere. Ein Liter Stammlösung
nach Higas Rezept. Geliefert von einem Labor
in Dänemark. Verdünnt ausreichend
für 100 Quadratmeter. Die Mikroorganismen darin
sollen nützliche Stoffe produzieren: Vitamine, organische Säuren,
mineralische Verbindungen und Antioxidantien. Amthor “füttert” die unsichtbaren
Helfer mit organischem Material: Kompost oder Grasschnitt. Ein Bakterium vermehrt sich
innerhalb von 20 Minuten. Aus einem werden zwei,
aus zwei vier usw. Wenn man die richtig füttert,
geht das rasend schnell. In einer Hand voll Muttererde sollen mehr Bakterien sein
als Menschen auf dem Planeten. Zwei Jahre testet Jürgen Amthor
das Verfahren in seinem Garten. Dann ist er von den
Effektiven Mikroorganismen überzeugt. Eine Humusschicht ist entstanden, mit vielen Regenwürmern
und reichem Bodenleben. Ich lass die Würmer, die
Kleinstlebewesen die Arbeit machen. Ich muss nur noch hacken,
einpflanzen und gut ist’s. Jürgen Amthors Berufung,
er macht sie zum Beruf. Seit 15 Jahren vermehrt
der gelernte Baubiologe nun Effektive Mikroorganismen
im eigenen Betrieb. In großen Tanks füttert er sie
mit Zuckerrohrmelasse. Nach einer Woche
bei Dunkelheit und Wärme ist die Mischung
reif für den Einsatz. Die ersten Jahre
war’s natürlich schwer. Jetzt wird es sehr gut angenommen, weil die Leute merken,
dass die Wirkung da ist. Jetzt machen wir schon
einige Tausend Liter im Jahr. Je nach Abnahmemenge kosten die Lösungen zwischen
einem und fünf Euro pro Liter. Abnehmer sind Gärtner,
Landwirte und Winzer. So wie Christian Ehrlich
aus Rödelsee. Der Biowinzer will einen bisher konventionell
bewirtschafteten Weinberg mit Kompost auf ökologische
Wirtschaftsweise umstellen. Meistens sind die Böden
ziemlich ausgelaugt. Man muss die Böden
wieder auf Vordermann bringen, so stärkt man seine Reben. Die Reben haben wieder was
zu futtern, können sich ernähren. Das Ganze muss man
erst mal wieder herstellen. Dazu will Ehrlich den Boden lockern, die Stickstoffeinlagerung verbessern
und das Wurzelwerk vergrößern. Bei Weinbautagen in Veitshöchheim
hörte er von Amthors Erfolgen. An der Landesanstalt gab’s mal einen
Test mit Effektiven Mikroorganismen. Vom Abschneiden her
waren die Ergebnisse sehr gut. Sodass man keinen Kunstdünger mehr
braucht. Das hat mich überzeugt. Christian Ehrlich hat sich
eine spezielle Sprühvorrichtung an seinen Weinbergtraktor
bauen lassen, um die Lösung mit den Mikroorganismen
maschinell auf den Boden zu bringen. Pro Jahr und Hektar kostet ihn
die Anwendung etwa 60 bis 80 Euro. Wissenschaftlich anerkannt
ist die Wirkung von Effektiven Mikroorganismen
hierzulande allerdings nicht. Biowinzer Ehrlich
macht trotzdem weiter. Das Ergebnis nach vier Jahren
Behandlung in diesem Weinberg hat ihn überzeugt. Unten drunter krümelig,
oben drauf ist’s wie Popcorn. Hier sieht man’s. Davon zehrt die Rebe eigentlich. Und das will der Winzer. Auch Jürgen Amthor ist hoffnungsvoll. Im Laufe der Jahre hat er aus dem unfruchtbaren
und steinharten Rohboden einen humusreichen
Gartenboden gemacht. Dank seiner winzigen Helfer,
sagt er.

22 thoughts on “Boden verbessern: Helfen effektive Mikroorganismen? | Unser Land | BR Fernsehen

  1. Erst mal Rasen abtragen, mit Motorhacke/Fräse und dann erst mal mit Dünger z.B. Kompost/ Pferdemist/ etc. gehts auch. Dauert nur ein Jahr XD
    Dagegen kommen die Microorganismen natürlich besser an …

  2. diese Organismen sind im normalen boden so vorhanden man muss sie halt Kompost oder Stallmist hingeben sonst wird nichts

  3. "Nicht bewiesen", "sagt er"… ne Leute das war schon vor 15 Jahren bewiesen und auch vor tausenden jahren als findige Djungelbewohner die Terra-Preta erfanden. Was nicht war ist das Verständnis WARUM bzw. WIE das funktioniert, aber es ist halt nicht so leicht zu "beweisen" wie Milliarden verschiedenster Miniaturlebesen IM BODEN so genau funktioneiren…. aber fest steht sie tun es, und die hergestellten EMas tun es auch. Aber für den bayerischen Rundfunk ist ja auch ebenfalls nicht bewiesen, dass Uranphosphatdünger mit synthetischen Wachstumsregulatoren aus dem Design-Labor eventuell bedenklich sein könnte… da schmeisst man ja gleich mit Aluhüten. Idioten!

  4. Schwachsinn mit diesen EM !!! Wer 2 Jahre Kompost und anderes Zeug auf dem Boden verteilt, bekommt natürlich eine Humusschicht duch verrotendes Material. Auch ohne Bakterien.
    Und die Medien machen auch noch Werbung für Humbug. Kauft Bakterien liebe Leute, ganz billig und nur heute zum VBorteilspreis. Wem das noch nicht reicht, kann auch noch Bücher kaufen !!!
    Es gibt nicht eine unabhängige Studie, die das belegt, was die Herren da faseln.

  5. Neues von Esoterik-TV, dem Bayerischen Rundfunk: nicht wissenschaftlich anerkannt, aber trotzdem bestimmt ganz gut!

    Andere Kommentatoren haben es schon auf den Punkt gebracht: der organische Dünger (Grasschnitt, Mist, usw.) war es, der zur Humusbildung beigetragen hat.

    Wie sollen Bakterien auch von NICHTS leben? Der Bayerische Rundfunk fällt nicht zum ersten Mal mit esoterischem Müll auf.

  6. Ich respektiere jede Meinung .Inklusive die negativen Kommentare.Ich setze EM in meinem Garten ein und kann nur
    sagen das euch vor Staunen u.Entzücken über die Erfolge das
    Gesicht runterfällt wenn ihr es ausprobiert.
    Das geniale dabei ist,das man die Organismen mit einfachsten
    Mitteln selbst vermehren kann.So wird das ganze auch noch zur
    Preisgünstigsten Variante von allem bisher da gewesenen.
    Absolut empfehlenswert!!!

  7. Die Mikroorganismen leben seit jeher im Boden, die muss ich nicht kaufen! Ich gebe denen meinen produzierten Biologischen Abfall und schaffe mir selbst damit wieder eine Grundlage. Alles was biologisch ist kommt auf den Komposter und nicht in den Müll oder zum Wertstoffhof! Hier wird nur wieder Kohle gemacht und Leute für dumm verkauft.

  8. was für ein scheiß wenn ich mulche und Mist aufbringe bekomme ich innerhalb von 2 Jahren einen guten boden man was wollt ihr euch noch für gold verkaufen lassen obwohl es nur Scheiße ist

  9. effektive mikroorganismen ist ein eingetragenes markenzeichen, mehr auch schon nicht. in einer handvoll garteerde befinden sich ca 100 mio mikroorgansimen sind die alle uneffektif ? liegen die nur faul rum ? schwachsinn hoch 3 !

  10. Der hat sich bloß ne Spritze zusammengeklebt 🤣 und sie auch nicht anbauen lassen das ist ein Gerät was du an und ab bauen kannst auch mit heissklebe wohlgemerkt

  11. bei uns wächst der humus auch ohne gekaufte mikroorganismen. einfach mulchen, kompostieren und teilweise verwenden wir auch selbstgemachte holzkohle wie in terra preta 🙂

  12. Der verkauft uns doch für blöd der jürgen, und der andere junge ist sicher sein Geschäftspartner, der meint das er begeistert ist von dem Effekt damit sie noch mehr kohle machen könn. Falsche Hunde man richtig.

  13. Humus entsteht durch organische Stoffe, Dauerhumus nur durch ligninhaltige organische Stoffe. Das Lignin wird nur durch Pilze zersetzt, diese sind in den meisten Böden Mangelware. Die restlichen organischen Stoffe wie Zellulose werden von den vorhandenen Bodenbakterien umgesetzt. Bringt man regelmäßig organische Stoffe auf, wird der Boden automatisch fruchtbarer. Ab 8% Humus wächst alles von alleine. EM braucht kein Mensch, die angepassten Bakterien sind vor Ort, man braucht keine zuckergefütterten. Falls nicht, etwas Walderde, da ist alles drin, inklusive Pilzsporen.

  14. Schön die Vogelwicke sehr gute tracht für bienen. Wächst bei mir massig wild ganze hänge leuten blau dann. Grüse aus Kalabrien.

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